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Türkische Sprache? Bloß nicht!

Die Dortmunder Lokalredaktion der Ruhrnachrichten hat einen Infotext zum „Festi Ramazan“, einer Veranstaltung zum muslimischen Fastenmonat Ramadan in türkischer und deutscher Sprache veröffentlicht. Das liegt nahe, schließlich spricht das Fest viele türkischsprachige Menschen an. Welche Kommentare dazu dann jedoch bei Facebook auftauchten, lässt mich fassungslos zurück.

Chris Dorstfeld: „[…] nicht mehr lange, und die amtssprache ist nicht mehr deutsch in deutschland… fremde im eigenen land – und kein gefällt mir mehr für die RN

Thomas Puczewski:Soviel zum Thema Integration – warum können die, die hierher kommen nicht unsere Sprache lernen, warum müssen wir Ihnen immer entgegenkommen? Mir wäre es lieber gewesen der OB wäre nicht, mal wieder, eingeknickt und hätte das Unterfagen nicht zugelassen. Unsere Fest werden abgesagt – aber ein religiöses Fest (!) des Islam wird zugelassen?!?

Das sind nur zwei der mehr als 200 Kommentare. Viele davon sind glücklicherweise nicht rassistisch, sondern stellen sich hinter die vielfach pauschal diskriminierten Menschen mit nicht-deutschen Wurzeln.

Doch angefangen hat die Diskussion durch ausländerfeindliche Äußerungen. Es ist unbegreiflich, wie sich manche Menschen an einem Text dermaßen aufhängen können, bloß weil er neben der deutschen auch in türkischer Sprache verfasst war. Und dann wird ständig beteuert, dass man ja nicht ausländerfeindlich sei, aber… Was soll das? Jedes „Aber“ entlarvt die sicherheitshalber vorweggenommene Entschuldigung als Heuchelei. Du bist nicht ausländerfeindlich? Dann spar dir das „Aber“!

Geschrieben wurde der Text in den Ruhrnachrichten von einer türkischstämmigen Autorin. Nun wird ihre Arbeit von Rassisten durch den Dreck gezogen. Was soll das? Ich wünsche der jungen Frau, dass sie sich von der Kritik aus der rechten Ecke nicht entmutigen lässt. Was als nette Geste gedacht war, stellt sich im Nachhinein als mutig heraus. Mut ist wichtig, damit die Gesellschaft, in der wir leben, sich von rechts außen nicht mundtot machen lässt.

Hier ein Beitrag von Kabarettist Hagen Rether zum Thema Türken in Deutschland:

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„Kopftuchtante“ unter Verdacht

Eine Frau steht im Discounter an der Kasse, packt ihre Einkäufe in eine Tasche und erzählt der Verkäuferin von ihrem vorigen Einkauf in dem Supermarkt: „Da hab‘ ich hier meinen Regenschirm liegen gelassen. Ich war nur kurz beim Bäcker, als ich zurück kam, war der Schirm weg. Da war hinter mir an der Kasse so ’ne Kopftuchtante mit Kind. Die hat sich den gekrallt.“ Gesehen hat sie das nicht. Aber dass es nur die Frau mit dem Kopftuch gewesen sein kann, ist für sie eindeutig.