#JewsAndArabsRefuseToBeEnemies


Die Zahl der Todesopfer durch die in die jüngste kriegerische Eskalation des Nahost-Konfliktes steigt immer weiter. Mittlerweile sind es mehr als 600, darunter zahlreiche Unbeteiligte. Ungeachtet der Frage, wer Schuld ist an dem seit Jahrzehnten schwelenden Konflikt, rückt eines auf beiden Seiten oft in den Hintergrund. Es ist nicht die Bevölkerung, die diesen Krieg heraufbeschworen hat. Die Mehrheit der Palästinenser und Israelis wünscht sich Frieden, ein Leben ohne Bomben, ohne Leid und Tod als tägliche Begleiter.

Auf Twitter verbreitet sich dazu gerade der Hashtag #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies – Juden und Araber wollen keine Feinde sein. Dort laden Juden wie Araber Bilder von sich mit Freunden und Familienmitglieder der anderen Seite hoch. Sie zeigen: Es geht auch friedlich und demonstriere gegen den Hass. Gestartet haben diese Aktion der 23-Jährige Abraham Gutman und seine Kommilitonin Dania Darwish. Bekannt wurde sie durch die Journalistin Sulome Anderson . Sie postete ein Foto von sich und ihrem Freund. Dazu schrieb sie: „Er nennt mich Neshama, ich nenne ihn Habibi. Liebe spricht nicht die Sprache der Besetzung.“

Nun könnte man bemängeln, dass ein paar Fotos das Grundproblem nicht lösen. Das ist sicher richtig, denn der Kern des Konfliktes liegt tief in der Geschichte, der Hass auf die jeweils anderen ist tief verwurzelt und wird durch Erziehung und mediale Propaganda von einer Generation an die andere weitergegeben. Doch der Hashtag ist ein Anfang. Die Aktion zeigt: Zwischen all dem Hass, all den Bomben und Trümmern leben Menschen. Menschen, die sich nach Frieden sehnen.

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